Es gibt viele Sportpodcasts. Formate über Ergebnisse, Taktiken, Trainingspläne oder Schlagzeilen. Doch der Podcast „Zweite Luft“ verfolgt einen anderen Ansatz. Hier geht es nicht nur um Sport – sondern um Menschen. Um Wendepunkte. Um Neuanfänge. Um die Frage, was passiert, wenn Leistung plötzlich nicht mehr alles ist.
Mit dem Podcast hat sich in den vergangenen Jahren ein Format entwickelt, das irgendwo zwischen Sportkultur, Gesellschaft, Bewegung und persönlicher Entwicklung seinen Platz gefunden hat. Gespräche, die oft beim Sport beginnen und schnell viel größer werden.
Der Titel „Zweite Luft“ beschreibt dabei ziemlich genau, worum es geht: diesen Moment, wenn man glaubt, nicht mehr weiterzukommen und plötzlich doch wieder Energie findet. Im Leben. Im Sport. Im Beruf. Oder einfach im eigenen Kopf.
Sport als Ausgangspunkt – nicht als Grenze
Viele Gäste kommen ursprünglich aus dem Sport. Profiathleten, Unternehmer:innen, Trainer, Medienmenschen oder Gründer:innen. Doch die Gespräche drehen sich selten nur um Wettkämpfe oder Erfolge.
Im Mittelpunkt stehen häufig Themen wie mentale Gesundheit, Identität, Druck, Motivation oder Veränderung. Dinge also, die weit über den Sport hinausgehen.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Live-Folge mit Marcell Jansen. Im Gespräch ging es weniger um Fußball als um Resilienz, mentale Stärke und gesellschaftliche Verantwortung. „Resilienz ist wie eine Hantel für den Kopf“, sagte Jansen im Podcast – ein Satz, der ziemlich gut beschreibt, wie sehr „Zweite Luft“ versucht, Sport auch als Spiegel für das echte Leben zu verstehen.
Auch Gäste wie Thorsten Schröder zeigen diese Richtung. Seine Episode dreht sich zwar, erzählt aber eigentlich von Disziplin, Selbstzweifeln und dem Versuch, zwischen Beruf, Öffentlichkeit und persönlichem Anspruch die Balance zu halten.
Die neue Sportkultur
Gleichzeitig ist „Zweite Luft“ längst mehr als ein klassischer Athleten-Podcast. Das Format beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie sich Sportkultur verändert.
Deshalb spielen auf WRYDR auch Themen aus der „New Sports Economy“ eine zentrale Rolle. Marken, Communities, Mobilität, digitale Fitnesswelten oder neue Bewegungsformen gehören genauso dazu wie Rennen oder persönliche Geschichten.
In Episoden mit Marken wie Rose Bikes, Van Rysel oder Urwahn geht es deshalb nicht nur um Produkte. Sondern um Community, Haltung, Nachhaltigkeit und die Frage, warum Menschen sich heute über Bewegung, Sport und Marken identifizieren.
Der Podcast bewegt sich damit genau an der Schnittstelle, an der auch WRYDR als Medienmarke denkt: Sport nicht nur als Wettkampf, sondern als Teil moderner Kultur.
Geschichten statt Hochglanz
Was „Zweite Luft“ dabei bewusst vermeidet, ist klassische Hochglanz-Inszenierung. Viele Gespräche leben gerade davon, dass sie unperfekt, ehrlich und nahbar wirken. Das zeigt sich beispielsweise in der Folge mit Finn Porath. Dort spricht der Fußballprofi offen über Zweifel, Druck und die Realität hinter dem Profisport – weit entfernt von typischen Medienfloskeln.
Ähnlich persönlich wird es bei Geschichten wie der von Michael Haas, der im Podcast über den Ausstieg aus dem Leistungssport und seinen Neustart spricht. Gerade diese Offenheit ist vermutlich einer der Gründe, warum sich viele Gespräche eher wie echte Unterhaltungen anfühlen und weniger wie klassische Interviewformate.
Live-Podcast, Community und echte Begegnungen
Inzwischen wächst rund um „Zweite Luft“ auch eine eigene Community. Dazu gehören Live-Aufzeichnungen, Events und Kooperationen – unter anderem mit der Hamburger Sparkasse (Haspa), bei der bereits mehrere Podcast-Abende vor Publikum stattgefunden haben.
Gerade diese Verbindung aus digitalem Medium und realen Begegnungen passt zur Idee hinter WRYDR: Inhalte nicht nur zu veröffentlichen, sondern Menschen zusammenzubringen.
Denn am Ende lebt „Zweite Luft“ vor allem von einem Gedanken: Hinter jedem Sportler, jeder Marke und jeder Leistung steckt eine Geschichte. Und oft beginnt genau dort das wirklich Interessante. Oder anders gesagt: Es geht nicht nur um die erste Luft. Sondern um die zweite.